Heimatschützenfest endet mit Großen Zapfenstreich

Zapfenstreich zum Kreisheimatschuetzenfest 2012 Ein bewegender Moment: Feuerwehrkapelle Riesenbeck und Spielmannszug Bevergern halten einen perfekten Vortrag.
(Foto: Stephan Beermann)
Riesenbeck. Stille kann markdurchdringend sein. Das erfuhr, wer Montagabend das Glück hatte, den Abschluss des Heimatschützenfestes 2012 in Riesenbeck mitzuerleben. Hunderte Zuschauer wohnten im Stadion im Vogelsang einem Jahrhunderte Jahre alten Zeremoniell bei, das die Feuerwehrkapelle Riesenbeck und der Spielmannszug Bevergern würdig vorzutragen wussten. Die vielen Sonderproben der vergangenen Wochen zahlten sich in diesen Minuten aus. Inszenierung und musikalische Umsetzung waren geradezu perfekt. Beide Musikcorps waren hervorragend aufeinander abgestimmt.

Die Zuschauer genossen diese Augenblicke in vollen Zügen. In den stillen Momenten zwischen den musikalischen Vorträgen und den Kommandos von Hauptmann Gerhard Hallmeyer hätte man die berühmte Stecknadel fallen hören. Nur das leiser werdende Zwitschern der Vögel war zu vernehmen. Selbst die Handys blieben stumm. Gemeinsam mit 40 Fackelträgern der Feuerwehr der Stadt Hörstel zogen die Schützenbrüder der vier Riesenbecker Schützenvereine Lage, St. Johanni, Birgte und Junggesellen ins Stadion ein. Zum Zug gehörte ebenfalls der Schützenverein Hörstel-Dorf, der mit Norbert Roß den neuen Heimatschützenkönig stellt. Nach der Abnahme durch den Präsidenten des Heimatschützenbundes Tecklenburger Land, Friedrich Prigge, begann das gut halbstündige Zeremoniell. Es endete mit dem Auszug der Kapellen und der Schützenvereine aus dem Stadion. Viele Zuschauer zeigten sich tief bewegt. In Riesenbeck war der Große Zapfenstreich letztmalig vor 13 Jahren auf dem Dalfsen-Platz vorgetragen worden.

Zuvor feierten die Schützen in den Abendstunden gemeinsam mit der Riesenbecker Bevölkerung und Besuchern einen kurzweiligen Heimatabend im Festzelt. Bürgermeister Heinz Hüppe, der durch das Programm führte, begrüßte unter anderem den Männergesangverein, das Frohsinn-Orchester und die Tanzgruppe „BeAmazed“. Für Humor sorgte der „Schützenbruder aus Cloppenburg“, der das Schützenwesen auf höchst amüsante Art auf die Schippe nahm. Die Schützen zeigten, dass sie auch über sich selber lachen können.


Artikel von Stephan Beermann
Erschienen am 19.06.2012
Quelle: IVZ-Online
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