Musikalische Friedensbitte ist aktueller denn je

Adventskonzert 2015 Die Riesenbecker Feuerwehrkapelle erfreute in der voll besetzten St.Kalixtus-Kirche das Publikum.
(Foto: Francis Kroll)
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Lang anhaltenden Beifall gab es vom Zuhörer für das Adventskonzert der Feuerwehrkapelle Riesenbeck in der St.-Kalixtus-Kirche am Sonntag. Der Erlös aus dieser Benefizveranstaltung soll der Flüchtlingshilfe Hörstel zugute kommen.

RIESENBECK. „Gaudete - Freuet euch!“, heißt es liturgisch am dritten Adventssonntag. Und so sah es auch die Feuerwehrkapelle Riesenbeck, die mit ihrem anspruchsvollen Adventskonzert in der St.-Kalixtus-Kirche Hunderten Besuchern eine große Freude bereitete.

Bereits der geordnete Einmarsch und anschließende volle Einsatz beim Eröffnungsstück „Westminster Carol“ in der Bearbeitung von James L. Hosay ließ aufhorchen. In ruhigem Fahrwasser setzten die Instrumentalisten ihre Melodien fort mit fließenden und hellen Tönen, die das Geschehen der Engel widerspiegelten. Vorsitzender Jörg Verlage begrüßte besonders den Hausherrn, Pfarrer Christoph Winkeler, und Diakon Peter Siefen, der Ansprechpartner für die Flüchtlingshilfe Hörstel ist. Der Erlös aus dieser Benefizveranstaltung soll der Flüchtlingshilfe Hörstel zugute kommen.

Franz Bäumer, selbst Mitglied in der Feuerwehrkapelle, führte locker und mit Fachwissen durch das abwechslungsreiche Programm. Den Weg der Hirten zur Krippe verfolgten die Zuhörer intensiv im dritten Teil von „Herrscher des Himmels“ von Johann Sebastian Bach als festlichen Eingangschor mit allen Instrumenten. Gut in die Adventszeit passt auch das „Largo“ aus „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel. Die Noten für dieses Musikstück hatte die Feuerwehrkapelle bereits einige Jahre im Schrank und führte es an diesem Tag erstmals mit Bravour auf. „Midnight in Bethlehem“ von Waren Barker erinnerte an das kleine Jesuskind im Stall in der Krippe, denn bekannte Melodien wie „Away in a manger“ und „O Tannenbaum“ tauchten kurz auf.

Eines der beliebtesten Barockstücke von Johann Sebastian Bach ist die Ouvertüre „Celebrated Air“, bei der der Bass der Motor ist und die schwebende Dynamik der übrigen Blech- und Holzblasinstrumente beim „Lento“-Spiel ruhig und getragen den Weg ins Publikum findet. Dass Blasmusik und Gesang sich wunderbar vereinen, bewies Saxophonistin Christiane Achtermann, die mit ihrer glasklaren Mezzosopranstimme gefühlvoll die Ballade „The Rose“ von Amanda McBroom sang, um dann von der Kraft des Blasorchesters eingeholt zu werden. „Wenn die Nacht zu einsam ist und die Straße zu lang, dann denke daran, dass im Frühjahr die Rose mit der Sonne erblüht“, war ein liebevoller Denkanstoß des Moderators.

Die Augen der Kinder im Publikum leuchteten, als Franz Bäumer speziell für sie „Rudolph, the red nosed reindeer“ ankündigte. Das Rentier mit der roten Nase kennt wohl jeder und daher hatte das Blasorchester unter der Leitung von Kay Grabowski die Bearbeitung von Naohiro Iwai ausgesucht. Die Titelmelodie des gleichnamigen Films war sehr rhythmisch, ein raffiniertes Arrangement mit wechselnden Instrumentensoli. Für alle Geburtstagskinder im Dezember war die Arie „Sheep may safely graze“ von Johann Sebastian Bach gewidmet. Hier übernahmen die Flöten die Melodie, während Tobias Achtermann und Christian Wichtrup mit einem Trompetenecho das Weideland der Schafe in die Alpen versetzte.

Eine eindringliche Friedensbitte, die heute aktueller denn je ist, drückten die Musikanten im lateinischen „Dona nobis pacem“ aus. In der Bearbeitung von Ted Huggens „Give us peace“ bekam dieser Kanon eine aktuelle tief greifende Bedeutung. Mit einem Medley aus dem bekannten Musical und Disney-Film „Der König der Löwen“ beschloss die Feuerwehrkapelle das Konzert.


Artikel von Francis Kroll
Erschienen am 14.12.2015
Quelle: IVZ-Online
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