Musikalische Reise nach Amerika

Jahreskonzert 2015 Mit Feuer: Unter dem Dirigenten Kay Grabowski meisterte die Feuerwehrkapelle Riesenbeck im Bürgerhaus ein anspruchsvolles Programm unter dem Titel „Reise nach Amerika“.
(Foto: Brigitte Striehn)
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Unter der Leitung von Kay Grabowski, nahm die Feuerwehrkapelle Riesenbeck etwa 500 Konzertbesucher mit auf eine muskalische Reise nach Amerika.

IBBENBÜREN. „Wir haben uns in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht.“ Der neue Vorsitzende der Feuerwehrkapelle Riesenbeck, Jörg Verlage, machte am Samstagabend die etwa 500 Konzertbesucher neugierig auf eine musikalische Reise nach Amerika. Moderator Bernd-Udo Seiffarth erzählte dabei die Geschichte eines jungen Trompeters aus dem Frankfurt der Nachkriegszeit, die sich Tobias Achtermann ausgedacht hatte.

Das Orchester folgte ihm von Hamburg nach New York, in den „Wilden Westen“, nach Kalifornien und wieder zurück nach Deutschland. Dem König der Marschmusik, John Philip Sousa, war der erste Block von flotten Klängen gewidmet. Er klang mit der patriotischen Komposition „Stars and Stripes Forever“ aus, die als eine Art zweite Nationalhymne der USA angesehen wird.

Das „Original Dixieland Concerto“ von John Warrington machte mit der für die Nachkriegszeit in Deutschland neuen Stilrichtung vertraut. Eine Bläserformation der Feuerwehrkapelle in klassischer Dixieland-Besetzung mit Trompete (Tobias Achtermann), Klarinette (Christina Kauling), Saxophon (Maximilian Knappmeyer), Posaune (Frank Schmittkamp), Tuba (Klemens Knappmeyer) und Schlagzeug (Friedrich Kraft) beeindruckte mit eingängigen Melodien wie „Ballin’ the Jack“.

Kay Grabowski, der neue Dirigent des Orchesters, hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das die Bläser und Schlagzeuger unter seiner Leitung mit Bravour meisterten. Nach einem Gesangssolo von Christiane Achtermann über die Verwirklichung von Träumen („I Dreamed a Dream“) begleitete ein Medley unter dem Titel „Schiff ahoi!“ den Erzähler nach New York, wo ihn bei der Einfahrt eine kleine Kapelle begrüßte. Mit einem der Musiker freundete er sich an und tauchte ein in die Straßen der Großstadt.

Das Largo aus Antonín Dvoráks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ und der Marsch „Hello New York“ waren passende Stücke für diesen Lebensabschnitt. Viele Bilder auf der Leinwand unterstrichen das Gehörte. Nach der Pause zog es den Trompeter nach Westen. Im legendären Eisenbahnzug North Coast Limited fuhr er durch die Weiten des Landes in Richtung der Stadt Tacoma. Indianer tauchten am Weg auf und die Komposition „Oregon – Fantasy for Band“ von Jacob de Haan war die perfekte Ergänzung dazu.

Die Begegnung mit Miles Davis hinterließ bei dem jungen Mann großen Eindruck, ebenso wie die Fahrt im Beiwagen einer Harley Davidson auf der berühmten „Route 66“. Doch bald überwog die Sehnsucht nach der alten Heimat. „Ich will den Menschen Freude, Kraft und Mut bringen“, begründete er seinen neuen Traum. Eine Melodienfolge deutscher Volkslieder begrüßte ihn wieder zu Hause.

Jörg Verlage stellte schließlich das Orchester und die Solisten vor. Sein Dank galt auch allen Beteiligten hinter den Kulissen, die für den reibungslosen Ablauf verantwortlich waren. In der Technik kümmerte sich Annika Dreimann um Ton und Licht. Der Song „Ein Hoch auf uns“ mit Christiane Achtermann war deshalb eine verdiente Würdigung. Da der Beifall nicht enden wollte, war es Zeit für eine letzte Zugabe, bei der nicht nur musikalische Funken sprühten. Mit „Let Me Entertain You“ war ein perfekter Abschluss gefunden – denn das Publikum fühlte sich wirklich bestens unterhalten.


Artikel von Brigitte Striehn
Erschienen am 15.03.2015
Quelle: IVZ-Online
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